Pokey

 

Der Potentiometer and Keyboard Controller ist, wie der Name schon vermuten lässt, für die Abfrage der Tastatur und analogen Eingänge der Joystickports verantwortlich. Ebenfalls in seinen Aufgabenbereich fällt die Erzeugung des Sounds (vier Kanäle mit je 3,5 Oktaven) und die Kommunikation mit der Peripherie über den SIO-Bus.

ATARI CX81

ATARI CX81

SIO-Kabel

1979 -


CX81 640
Foto: (c) Sleepy


Mit diesem 13-poligen, mit zwei SUB D-ähnlichen Kupplungen versehenen Kabel werden  Peripheriegerätewie Drucker, Floppy, Modem, etc.  an den ATARI-Computer angeschlossen. Die Daten werden seriell an die Geräte übertragen. Neben den Datenleitungen und den Steuerleitungen für den Datenaustausch stehen noch +5V, bei ATARI 400/800 auch +12V, eine programmierbare Steuerleitung und ein Audio-Eingang zur Verfügung. Die Geräte werden üblicher Weise in einer Kette hintereinander geschaltet, können aber unabhängig voneinander angesprochen werden. Die Geräte besitzen i.d.R. zwei SIO-Buchsen wodurch sie mit dem SIO-Kabel verbunden werden können.

Jahr 1979
Schnittstellen 2 x 13-polige SIO-Kupplung
Maße Gewicht: 50 g / 80 g / ca.110 g
Länge: 1 ft (30,5cm), 3 ft (91,4 cm), 5 ft (152,4 cm)
Besonderheiten
  • Leider zu keinem gängigen Steckersystem kompatibel.
  • Die Kabel vom Hersteller JAE ("Japan Aviation Electronics", auf den Kupplungsgehäusen sichtbar) haben runde Löcher in den Kupplungen und bessere Kontakte. Diese sind eher selten anzutreffen. Übliche Kabel sind mit Molex-Kupplungen versehen, deren Federkontakt nur eine punktuelle Verbindung zu den Pins in den Buchsen herstellen und Kontaktprobleme verursachen können.
  • Die Kabel der Länge 1 ft eigenen sich gut um gestapelte Floppydiskstationen miteinander zu verbinden, ohne "Kabelsalat" zu produzieren.

ATARI 1010

ATARI 1010

Datenrekorder

1982 - 1984

Atari 1010 640
Foto: (c) Bilby / wiki

Der ATARI 1010 löst den ATARI 410 ab. Angepasst an das neue Design des XL, hat er zwei SIO-Buchsen spendiert bekommen, wodurch er nicht mehr zwangsweise als letztes Gerät in eine Kette von SIO-Geräten angeschlossen werden muss. Als Medium werden nach wie vor normale Kompaktkassetten aus dem Audio-Bereich eingesetzt. Er gibt zwei Versionen, unterscheidbar an den Aufklebern im Kassettenschacht. Die Funktionalität entspricht dem ATARI 410. Audiofiles sind abspielbar. Versorgt wird er über ein externes Steckernetzteil.

Jahr 1982
Preis (1983) 299 DM (ca. 150€)
Datenrate 600 Baud
Medium normale 4-Spur Kompaktkassette
Kapazität ca. 100kB auf einer C60-Kassette
Schnittstellen 1 x Netzteil
2 x SIO
Maße 831 g
150 (l) x 190 (b) x 80 (h) mm
Netzteil 9V AC / 500mA (Angabe lt. Netzteil CO61516)
Besonderheiten Parallel zur Datenspur kann eine Audiospur aufgenommen und beim Laden eines Programms abgespielt werden.

ATARI 400

ATARI 400

Computer

1979 - 1981 (8 kB-Version)

1981 - 1983 (16 kB-Version)


400 schraegFoto: (c) Sleeπ

Der ATARI 400 ist das Einsteigermodell, der kleine Bruder des ATARI 800, mit einer zum Schreiben eher ungeeigneten Folientastatur. Mit einem Steckplatz für Programmmodule und Antennenkabel ausgestattet, sollte das Gerät eher den Spieleinteressierten ansprechen. Nettes Detail: Zum Wechseln der Steckmodule muss man die im Bild zu erkennende Klappe öffnen, wodurch sich der Rechner automatisch ausschaltet. Dadurch wird wirkungsvoll eine Beschädigung des Rechners durch einen Modulwechsel unter Spannung verhindert. Ab Werk wurde der Rechner mit 8 kB, später mit 16 kB RAM ausgeliefert. Mit einem Aufrüstsatz, der allerdings Lötarbeiten voraussetzt, kann der Rechner (damals vom Händler) auf 48 kB aufgerüstet werden. Zum Erweitern des Speichers - er ist, wie das OS, auf einer steckbaren Platine untergebracht - muss der Rechner zerlegt werden. An der Vorderseite befinden sich vier Joystickports. Der Tastaturklick wird über einen eingebauten Lautsprecher wiedergegeben, der POKEY-Sound über den Fernseher. Schaltet man den Rechner ohne ladbares Programm ein, gelangt man in das "Memopad"; einem elektronischen Notizzettel, auf den man ohne Rücksicht auf Syntax oder eine Fehlerprüfung frei schreiben kann. Mit dem Ausschalten sind die Daten allerdings verloren.

Jahr 1979
Alias Candy
CPU 6502A / späte Modelle auch mit 65C02 "Sally"
Takt PAL: 1,77 MHz
NTSC: 1,79 MHz
RAM 8 kB, später 16 kB, durch Händler auf 48 kB aufrüstbar
ROM 10 kB (nur OS; ohne BASIC)
Spezial-IC ANTIC
CTIA (frühe NTSC-Geräte), sonst...
GTIA
POKEY (POtentiometer und KEYboard)
Auflösung 40 x 24 Zeichen, 2 Farben
320 x 192 Pixel, 2 Farben
160 x 96 Pixel, 16 Farben aus einer Palette von 128 Farben
Sound 4 Stimmen / 3,5 Oktaven + interner Lautsprecher
Tastatur QWERTY, 4 Funktionstasten, Folientastaturtastatur
Schnittstellen 1 x Steckmodul (für Programme / Programmiersprachen)
1 x SIO
4 x Joystickports
1 x Antennenkabel (HF zum Anschluss an TV)
Netzteil 9V AC / 3A (Angabe lt. Netzteil; tatsächliche Stromaufnahme ist geringer)
Besonderheiten
  • Die Joystickports können als Dateningang und -ausgang genutzt werden.
  • Der Speicher kann durch Steckmodule aufgerüstet werden.
  • Eingebauter Lautsprecher für Tastaturklick.
  • Keine Anschlussmöglichkeiten für einen Monitor.
  • Eingeschaltetes Gerät schaltet sich beim Modulwechsel automatisch aus- und wieder ein.
  • CPU und Videonorm bestimmende Grafik-Chips befinden sich auf einer Steckkarte, dem CPU-Board.
  • Der (von aussen nicht zugängliche) Speicher ist ebenfalls als Steckkarte ausgeführt.

ATARI XC12

ATARI XC12

Datenrekorder

19??

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/76/Atari_xc12_cassette_data_recorder.jpg/640px-Atari_xc12_cassette_data_recorder.jpgFoto: (c) Multicherry

Mit der XC12 wird die Datasette farblich an das XE-Design angepasst. Die SIO-Buchsen der ATARI 1010 sind wieder entfallen, das Gerät ist, wie die Geräte der ersten Generation, mit einem SIO-Kabel ausgestattet und kann daher ausschließlich als Endgerät einer SIO-Kette eingesetzt werden. Als Medium kommen auch hier handelsübliche Compact-Kassetten aus dem Audio-Bereich zum Einsatz. Audiofiles sind weiterhin abspielbar? Die Stromversorgung erfolgt via SIO-Bus über das Netzteil des Computers.
Neben dem oben abgebildeter Gerät gibt es unter der selben Bezeichnung noch eine leicht abgewandelte Gehäusevariante deren auffälligster Unterschied ein eckiges Sichtfenster ist.

Jahr 19??
Datenrate 600 Baud
Medium normale 4-Spur Kompaktkassette
Kapazität ca. 100kB auf einer C60-Kassette
Schnittstellen 1 x SIO-Kabel
Maße 158 (l) x 197 (b) x 57 (h) mm
Besonderheiten

Parallel zur Datenspur kann eine Audiospur aufgenommen und beim Laden eines Programms abgespielt werden.
Der SIO-Bus ist nicht durchgeschleift; nur als Endgerät einer SIO-Kette einsetzbar.