RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

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RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon Ingo70 » Di 9. Apr 2019, 08:43

Hallo,

ich bin gerade an meinem ersten Projekt:
http://www.abbuc.de/community/forum/viewtopic.php?f=10&t=9911

Da ich aber gern am Atari coden möchte und hierfür ATMAS II nutzen will, ist der Platz
für Sourcecode und Objectcode sehr begrenzt. Jetzt frage ich mich, ist es möglich, den
RAM-Bereich von $C000 bis $FFFF irgendwie zu nutzen? Z.B. dass man da die Display List hinlegt oder sowas?

Gruß
Ingo
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Re: RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon tfhh » Do 11. Apr 2019, 12:32

Moin,

Ingo70 hat geschrieben:Jetzt frage ich mich, ist es möglich, den
RAM-Bereich von $C000 bis $FFFF irgendwie zu nutzen? Z.B. dass man da die Display List hinlegt oder sowas?

Im normalen Betrieb eher nicht. Denn in diesem Speicherbereich liegt auch das Betriebssystem, in dem sich wiederum jede Menge Routinen für Interrupts & Co. befinden. Du kannst hier nur gefahrlos auf RAM (via Portbit 0 vom Port B der PIA) umschalten, in dem Du zuvor alle Interrupts sperrst und, damit es nicht häßlich flackert, den Zeichensatz vorher ins normale RAM kopierst und den Zeiger (CHBASE) entsprechend änderst.

Kurzum: Für 100% Maschinensprache-Spiele, die nicht nachladen etc., kann man das machen, aber wenn Du in Basic, Turbo-Basic etc. arbeitest und/oder Teile des OS, eines DOS etc. brauchst, dann laß´ die Finger davon. Gibt nur Probleme.

Gruß, Jürgen
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Re: RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon Ingo70 » Fr 12. Apr 2019, 08:29

Hm - ein größeres Projekt mit ATMAS ist ja dann gar nicht möglich.
Bleibt wirklich nur der Crossassembler...
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Re: RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon tfhh » Fr 12. Apr 2019, 11:39

Moin,

Ingo70 hat geschrieben:Hm - ein größeres Projekt mit ATMAS ist ja dann gar nicht möglich.
Bleibt wirklich nur der Crossassembler...

Ist auch sinnvoller - und gar nicht mal "nicht A" ("A" = Authentisch), wie man denken mag. Denn alle großen Entwicklungen an Spielen oder Anwendungsprogrammen "damals" wurden nicht auf einem A8 direkt gemacht, sondern auf Cross-Assemblern auf anderen Kisten.

Schau Dir mal WUDSN an. Damit macht das Entwickeln einfach Spaß, weil man auf Knopfdruck den Emulator starten, den eigenen Code testen und wieder zurück kann - in zehntel Sekunden. Wenn man glaubt, fertig zu sein, fängt man an, auf echter Hardware zu testen...

Grüße, Jürgen
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Re: RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon atarixle » Sa 13. Apr 2019, 08:24

"The Brundles", so sagte Kemal damals am Telefon, wurden auf einem 130XE entwickelt, um für volle 64kB assembliert werden zu können. Da muss es also auch was für große Projekte geben.

Turbo-BASIC bietet von sich aus schon RAM unter dem ROM an bzw. liegt selber drunter, dennoch funktionieren die OS-Routinen. Lt. Happy Computer schaltet TB kurz vor dem Interupt auf den ROM um und kurz danach wieder auf den RAM ... den genauen Wortlaut des entsprechenden Artikels such ich mal bei Gelegenheit raus.
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Re: RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon slx » Mo 13. Mai 2019, 12:59

Evt. wäre es eine Möglichkeit, nicht in den Speicher, sondern auf Floppy bzw. RAMDISK zu assemblieren (oder überhaupt "disc-to-disc", um nicht durch den Speicher limitiert zu sein.

Ich weiß allerdings nicht, ob ATMAS das kann (MAC/65 kann's z.B.)

Mit modernen Speicherlösungen ist das Laden ja kein großer Faktor mehr, mit RAMDISK geht's noch schneller.
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Re: RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon Jac » Mo 13. Mai 2019, 23:15

Passend zu letzte Post, hier ein Treiber der das RAM unter dem OS als RAMDISK bereitstellt.
Übersteht auch einen Kaltstart.

https://github.com/HolgerJanz/RAMD14K
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Re: RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon Tekromant » Di 14. Mai 2019, 08:47

Hm - ein größeres Projekt mit ATMAS ist ja dann gar nicht möglich.
Bleibt wirklich nur der Crossassembler...


Wobei die Aufgabenstellung "Verbrauchserfassung für Gas, Wasser und Strom" wahrscheinlich auch eine ideale Sache für Turbo Basic wäre - wenn es jetzt nicht explizit darum geht, sich in Assemblerprogrammierung einzuarbeiten. :wink:
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Re: RAM von $C000 bis $FFFF nutzen

Beitragvon CharlieChaplin » Mi 15. Mai 2019, 20:36

atarixle hat geschrieben:"The Brundles", so sagte Kemal damals am Telefon, wurden auf einem 130XE entwickelt, um für volle 64kB assembliert werden zu können. Da muss es also auch was für große Projekte geben.


Vielleicht ja der 130XE+ Macro-Assembler V2.2 von Thorsten Karwoth ? Dieser unterstützt MyDOS und benötigt minimum 128k RAM. Erhältlich u.a. in der Abbuc PD-Bibliothek, PD Nr. 368. Auszug aus der Beschreibung: "Sehr schneller 2-Pass-Assembler. Bis zu 96KB Quelltext im Speicher. Mehr als 32KB frei für Objektcode und Daten. Monitor (Shell) zum Austesten der Programme. Anleitung in Form von Dokumentfiles."
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