Hardwarewettbewerb 2014

Bild Alles rund um Atari 8bit
Bild All around Atari 8bit

Moderatoren: Sven, Sleepy, Wolfgang, cas, des-or-mad

Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Sleepy » Mi 2. Apr 2014, 16:52

Hier findet ihr die Regeln für den diesjährigen Hardwarewettbewerb: klick

Wow - dieses Jahr ist richtig was los - da kann man wirklich von einem Wettbewerb sprechen! :D

Die Anmeldefrist ist inzwischen abgelaufen. Kurz vor Ende wurde noch ein Beitrag in der Kategorie "In Entwicklung" eingereicht; mangels Beiträgen setzt der Wettbewerb in dieser Kategorie jedoch aus.

In der Kategorie "Final" sind angemeldet, in der Reihenfolge der Anmeldung:

1. SIO2BT von Montezuma (Status: Hardware eingetroffen, getestet)
2. MidiJoy von freetz (Status: Hardware eingetroffen, getestet)
3. MegaSpeedy von guus/hias (Status: Hardware eingetroffen, getestet)
4. MultiJoy-Hub von krupkaj (Status: Hardware eingetroffen, getestet)
5. SYS-Check II von tfhh (Status: Hardware eingetroffen, getestet)
6. Debug-Anzeige von megahz (Status: Hardware eingetroffen, getestet)
7. CXB-14 von irgendwer (Status: Hardware eingetroffen, getestet)

Sleeπ

Thread auf AA
Benutzeravatar
Sleepy
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 6468
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Köln

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Montezuma » So 17. Aug 2014, 17:40

SIO2BT Projekt besteht aus Hardware und Software für kabellose Bluetooth Kommunikation zwischen Atari 8-bit Rechner und emulierten SIO Geräten.
Zu viel darf ich aber noch nicht verraten:
http://youtu.be/Brw_GES8OkY
Benutzeravatar
Montezuma
Star Poster
Star Poster
 
Beiträge: 702
Registriert: Do 6. Mai 2010, 08:51

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon freetz » Mo 18. Aug 2014, 04:53

Hallo zusammen,

dann möchte ich auch gerne die Gelegenheit nutzen, MidiJoy vorzustellen :)...

MidiJoy – der Atari als Chiptune-Instrument

MidiJoy ist eine Software, die das Atari 2600-PC-Interface von Sebastian Tomczak für die 8 Bit Atari Rechner nutzbar macht. Das Interface emuliert ein Midi-Gerät, das von einer beliebigen Sequencer-Software (z.B. Ableton Live) auf PC oder Mac angesteuert werden kann. MidiJoy empfängt diese Daten über die Joystick-Ports des 8-Bit Atari und spielt sie auf dem POKEY-Soundchip des Atari ab. Im Gegensatz zu herkömmlichen SIO-basierten Midi-Interfaces kann der Atari damit in Echtzeit als Live-Instrument mit allen vier Stimmen gleichzeitig verwendet werden. Dabei können auch alle POKEY-Parameter (AUDCTL, AUDC1-4) on-the-fly verändert und die empfangene Musik dabei mitgeschnitten und für spätere Verwendung – auch in eigenen Programmen – gespeichert werden.

Mehr Informationen gibt es hier: http://www.phobotron.de/midijoy_en.html
Ein aktuelleres Video als das der frühen Beta-Version schaffe ich hoffentlich nächste Woche hochzuladen.

Beste Grüße

Freetz
freetz
Multi Poster
Multi Poster
 
Beiträge: 299
Registriert: Fr 30. Jul 2010, 11:50

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon thorsten_guenther » Mo 18. Aug 2014, 07:39

Klingt beides sehr genial, eine tolle Idee wäre es, interessierten Musikern aus der Chiptune-/Bitpop-Szene außerhalb des ABBUC direkt letzteres Projekt bekanntzumachen - der Atari kommt für meinen Geschmack in dieser Szene zur kurz (ich kenne nur Xotox' 600XL-Remix von Eisenfunks "Pong", der mit der Titelmelodie von Ballblazer anfängt und mittendrin nochmals einen POKEY-Titel anspielt).
thorsten_guenther
Super Poster
Super Poster
 
Beiträge: 928
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon freetz » Mo 18. Aug 2014, 17:40

Danke für den Tipp! Ich hatte bisher noch nichts mit dieser Szene zu tun und hatte MidiJoy mehr aus eigenem Interesse an dem POKEY-Sound entwickelt. Hast Du evtl. Hinweise, welche Foren etc. an der Info interessiert sein könnten? Vielleicht besser per PM, der Thread soll ja nicht gehijacked werden :wink: ...
freetz
Multi Poster
Multi Poster
 
Beiträge: 299
Registriert: Fr 30. Jul 2010, 11:50

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon thorsten_guenther » Mo 18. Aug 2014, 18:41

Hallo!

Gute Frage, persönlich kenne ich aus dieser Szene nur Tronimal (macht Musik auf Gameboys), und recht bekannt sind Welle:Erdball, die sehr häufig den SID zur Klangerzeugung verwenden.

Ich mach mich mal schlau und melde mich dann per PN.

Thorsten
thorsten_guenther
Super Poster
Super Poster
 
Beiträge: 928
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Bunsen » Di 19. Aug 2014, 19:40

Ich finde beide Projekte ebenfalls äußerst interessant. Hoffentlich gibt es noch einen dritten Beitrag, damit der Wettbewerb auch wirklich stattfinden kann.
ABBUC Bundesliga 13. Platz 15/16, 21. Platz 14/15, 15. Platz 13/14, 10. Platz 12/13, 4. Platz 11/12, 7. Platz 10/11, 3. Platz 09/10, 3. Platz 08/09, 3. Platz 07/08, 4. Platz 06/07, 3. Platz 05/06, 4. Platz 04/05, 4. Platz 03/04
Bunsen
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 2616
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Linden in Dithmarschen/Schleswig-Holstein

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon freetz » Do 21. Aug 2014, 15:55

Oh, müssen es mindestens drei Beiträge sein? Auch bei zweien hätte man ja ggf. schon eine spannende Entscheidung...
freetz
Multi Poster
Multi Poster
 
Beiträge: 299
Registriert: Fr 30. Jul 2010, 11:50

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Sleepy » Do 21. Aug 2014, 17:23

Nein, es müssen mindestens zwei Beiträge sein.

Sleeπ
Benutzeravatar
Sleepy
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 6468
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Köln

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon freetz » So 24. Aug 2014, 14:42

...so, nun gibt es auch ein Video zu MidiJoy, das die Funktionsweise demonstriert:
http://youtu.be/8PfGtNIwVJE

Viel Spaß!
freetz
Multi Poster
Multi Poster
 
Beiträge: 299
Registriert: Fr 30. Jul 2010, 11:50

Vorstellung Sys-Check

Beitragvon tfhh » Mo 1. Sep 2014, 10:17

Moin,

hiermit möchte ich mein Projekt "Sys-Check II" vorstellen, welches ich zum Hardware-Wettbewerb 2014 eingereicht habe. Details (Schaltplan, JEDEC-Files usw.) gibt es natürlich erst nach der JHV 8)

Vorstellung Sys-Check II

Das Projekt „Sys-Check“ wurde entwickelt, um ohne Öffnen eines Atari XL oder XE bereits Vordiagnosen bei defekten Geräten zu ermöglichen und im Nachgang die Fehlersuche stark zu vereinfachen.

Sys-Check (das „II“ lasse ich stets weg, da V1 nie offiziell gemacht wurde) ist eine Platine, die sowohl an den Atari XE (mit ECI und Modulschacht) als auch den PBI des Atari XL gesteckt werden kann. Beim PBI muß entweder an Pin 47 oder 48 nachträglich +5 Volt angelegt worden sein oder das an Sys-Check befindliche Kabel wird in Pin 7 des Joystick-Ports 2 gesteckt (wie man das vom Turbo-Freezer auch kennt).

Für den normalen Betrieb als Diagnose-Karte müssen beide DIP-Schalter in der Position „OFF“ sein, d.h. zum rechten Rand der Platine hin zeigen.

Sys-Check kann auch bei einem Atari 600 XL eingesetzt werden, dieser muß jedoch auf 64 KByte aufgerüstet sein. Bei Rechnern, die weniger als 64 KByte Hauptspeicher haben, wird Sys-Check immer einen Fehler melden.

Sys-Check.jpg
Vorderseite und Rückseite
Sys-Check.jpg (311.88 KiB) 11724-mal betrachtet


Inbetriebnahme Sys-Check

Für die einwandfreie Funktion darf kein Modul eingesteckt sein (das eingebaute BASIC wird stets ausgeblendet). Bei Rechnern mit eingebautem SDX, Flashmodulen oder anderen Umbauten dieser Art müssen diese vollständig deaktiviert oder entfernt werden (wenn möglich).

Nach Einschalten des Rechners mit angesteckter Sys-Check Platine läuft der Speichertest gleich los. Dies sieht wie folgt aus:

atari000.png
Test der ersten 2 KByte
atari000.png (2 KiB) 11724-mal betrachtet

Die ersten 2 KByte des Speichers werden in einem Rutsch getestet.

Wenn Sys-Check soweit kommt, können folgende Aussagen schon mal getroffen werden:

- Die CPU, ANTIC und GTIA arbeiten soweit fehlerfrei
- Es gibt keinen Kurzschluß auf den Daten- oder Adressleitungen
- Spannungsversorgung im Rechner ist offenbar stabil

Ist dies erfolgreich, wird die Anzeige verfeinert in 256 Byte Häppchen angezeigt:

atari001.png
Test weiterer Speicher
atari001.png (2.01 KiB) 11724-mal betrachtet

Der Speicher wird von $0800 bis $BFFF in Pages geprüft. Anschließend erfolgt der Test der oberen 16 KByte (das ist der Bereich, der „unter dem Betriebssystem“ liegt).

atari002.png
Test Speicher unter dem OS
atari002.png (1.99 KiB) 11724-mal betrachtet

Um diesen Speicher zu testen, wird die Bildausgabe abgeschaltet, da es sonst zu Grafikstörungen kommen würde. Damit der Anwender sieht, daß der Test noch arbeitet, werden ein paar bunte Muster gezeigt, wie man das von Entpackern kennt:

atari003.png
Nicht abgestürzt :-)
atari003.png (1.42 KiB) 11724-mal betrachtet

Ist auch dies einwandfrei durchgelaufen, erscheint die hoffentlich positive Meldung, daß der Speicher ok ist:

atari004.png
Speicher ok - prima
atari004.png (2.1 KiB) 11724-mal betrachtet

An dieser Stelle wartet Sys-Check auf das Drücken von START – oder Drücken des Feuerknopfes von Joystick 1. Letzteres ist später ideal, da dann auf das Anschließen der Tastatur verzichtet werden kann.

( Daher sollte das Stromkabel auch in Joystickport 2 gesteckt werden 8) )

Damit der Speichertest arbeitet, braucht Sys-Check nicht alle Komponenten. Der POKEY kann fehlen, die PIA auch. Betriebssystem-ROM als auch BASIC-ROM kann ausgebaut sein. Und auch ohne ein einziges RAM auf der Platine läuft der Test an, findet dann aber natürlich gleich Fehler :roll:

Für den folgenden Test, ob das Betriebssystem-ROM soweit einwandfrei funktioniert, ist die PIA dann wieder erforderlich. Es werden die Prüfsummen des XL/XE Betriebssystems berechnet und mit den im ROM abgespeicherten Prüfsummen verglichen – genauso, wie es der bekannte Selbsttest auch macht. Hier gibt es also auch nur zwei Ausgabe-Möglichkeiten:

atari006.png
OS-ROM ok!
atari006.png (2.1 KiB) 11724-mal betrachtet

Prüfsummen sind okay – alles gut.

atari005.png
OS-ROM offenbar fehlerhaft...
atari005.png (2.28 KiB) 11724-mal betrachtet

Die Prüfsummen stimmen nicht – möglicherweise ist das OS-ROM (oder EPROM) defekt, nicht eingesteckt oder es ist eine gepatchte OS Version drauf, wo der Selbsttest deaktiviert wurde und die Prüfsummen nicht korrekt angepaßt worden sind. Gute Patches (wie Hias´ Highspeed SIO Patch) sollten das allerdings machen.
In den vielen Jahren, wo ich XL/XE repariere, habe ich übrigens mehrfach schon defekte OS-ROMs gehabt! Das ist nicht so selten, wie mancher denken mag. Ein nicht startender Rechner muß also nicht immer ein Fehler des RAMs sein, sondern gern auch das OS-ROM. Sys-Check erkennt dies zuverlässig.
An dieser Stelle kann man nun nicht mehr viel machen, außer erneut START (oder Feuerknopf von Joystick 1) drücken, dann startet der Test von vorn. Dies kann durchaus sinnvoll sein, wenn man temperaturabhängige Fehler vermutet – so kann man einfach neu starten.

Erkennen von defekten Speichern

Daß man einen Rechner mit defekten Speicher(n) hat, merkt der geübte Atarianer auch so relativ schnell. Wer ein altes 800 XL Mainboard hat, bei dem die RAMs gesockelt sind, greift zur Schublade, testet nach und nach alle Bausteine durch und hat meistens relativ schnell den oder die „Schuldigen“ gefunden.
Neuere XL Mainboards sowie alle XE Mainboards haben keine gesockelten RAMs, was die Fehlersuche deutlich erschwert. Manchmal startet zwar der Selbsttest, zeigt aber ohne Ende Speicherfehler an, was aber niemanden etwas nützt. Durch die 2D Matrix der DRAMs (diese werden in Spalten und Zeilen adressiert) müßte man schon die genaue Adresse des/der defekten Bits wissen, um zu errechnen, welcher Speicherchip eine Macke hat.
Hier kommt Sys-Check zum Zuge. Erkennt Sys-Check defektes RAM, wird dieses im Fehlerfalle wie folgt angezeigt:

atari007.png
Fehler gefunden!
atari007.png (3.27 KiB) 11724-mal betrachtet

In diesem Beispiel ist der DRAM-Chip, der das Datenbit 6 (also 01000000) beinhaltet, fehlerhaft. Sys-Check zeigt dieses nun so an, daß sofort klar ist, welcher DRAM IC auf der Hauptplatine ausgetauscht werden muß. Die Chipnummer (Uxx) stimmt mit der jeweiligen Platine überein, ebenso die Position des Bausteines – jeweils von oben nach unten bei normaler Aufsicht auf die Rechner-Hauptplatine.
Es werden vier Spalten angezeigt, da sich die Position der DRAMs in den einzelnen Versionen der Ataris leicht unterscheiden.

Spalte 1 „800 XL“

Die allermeisten Versionen (PAL wie NTSC) des Atari 800 XL. Hauptplatinen, für die diese Angabe gilt, sind leicht daran zu erkennen, daß sie fünf große Chips mit 40 Pins haben

Spalte 2 „800 XLF“

Diese Version der Atari 800 XL Hauptplatine ist leicht daran zu erkennen, daß sie sechs große Chips mit 40 Pins hat. Es handelt sich um die „ROSE“ Platine mit dem Freddie-Chip, welcher sonst nur in den XEs und dem XEGS zu finden ist.

Spalte 3 „XE 8x4164“

In dieser Spalte werden defekte Speicher bei einem Atari 800 XE oder 130 XE angezeigt, welche mit 8 DRAM-Bausteinen 4164 (Atari 800 XE) oder mit 16 DRAM Bausteinen 4164 (Atari 130 XE) ausgestattet sind. Bei diesen Modellen sind die 8 Bausteine ganz links die DRAMs, welche für den Hauptspeicher zuständig sind. Die rechts daneben sind beim 800 XE unbestückt und beim 130 XE für den Zusatz-Speicher. Für das Testen des Zusatzspeichers gibt es ausreichend gute Programme, daher prüft Sys-Check diesen zur Zeit noch nicht.

Spalte 4 „XE 2x41464“

Die letzte Spalte ist für die Atari XE Platinen-Versionen, welche nur 2 oder 4 DRAMs Chips 41464 besitzen. Die 130 XE Version mit dieser Bestückung hat 4 Chips, die 800 XE Variante zwei Chips. Für den Hauptspeicher sind stets die obersten beiden Chips von Bedeutung. Da ein DRAM-Chip vom Typ 41464 ganze 4 Bits auf einmal bedient, wird bei einem Fehler der Bits 0…3 immer der obere (U9) komplett markiert, bei einem Fehler der Bits 4…7 immer der untere (U10).

Sind mehrere Bits defekt, wird dies von Sys-Check auch erkannt und es leuchten mehrere defekte Chips auf:

atari008.png
Mehrere Bits defekt!
atari008.png (3.29 KiB) 11724-mal betrachtet

In diesem Beispiel sind die Datenbits 0 und 3 defekt. Dieses Beispiel zeigt auch, daß die Atari 800 XL Versionen mit Freddie und die Atari XEs mit 8 bzw. 16 DRAMs zwar identische U-Namen haben, aber nicht die gleichen Bits von jeweils den gleichen Positionen der DRAMs Chips bedient werden.
Auch hier kann durch Drücken von START oder dem Feuerknopf des Joysticks 1 der Test von vorn begonnen werden.

Nun „einfach“ den Lötkolben anheizen, entsprechende Chips austauschen und hoffen, daß es das auch gewesen ist (in den meisten Fällen dürfte dies der Fall sein).

Was Sys-Check nicht kann

Zaubern. Dafür fehlt dann doch die Power :?

Wenn es irgendwelche Kurzschlüsse gibt, kein Takt generiert wird, MMU oder CPU (oder ANTIC, GTIA) defekt ist, dann funktioniert auch Sys-Check nicht. Es ist kein Allheilmittel. Aber in der Praxis sind 90% aller defekten Ataris auf kaputte Speicher oder ROMs zurückzuführen. Die Fehlersuche dürfte sich durch Sys-Check daher in vielen Fällen dramatisch verkürzen lassen.

In seltenen Fällen kann es vorkommen, daß Sys-Check alle Bits als defekt markiert. Oder aber bei mehrfachem Start jedes Mal andere Defekte findet. In solchen Fällen hilft wieder nur das klassische Austauschen nach und nach. Meistens liegt das an einem DRAM, welches Kurzschlüsse auf den Adressleitungen der RAMs verursachen (MAD0…7). Auch können solche Fehler durch einen defekten Freddie oder an der RAM Steuerung beteiligter Komponenten (die beiden 74LS158, 74LS51, der Delay Line IC usw.) verursacht werden. Hier sollte dann klassisch mit dem Oszilloskop gesucht oder eben blind ausgetauscht werden.

Im Allgemeinen sollten natürlich die üblichen Hinweise beachtet werden. Bei defekten XL oder XE sind diese im Zweifelsfalle auf Urzustand zurückzuversetzen. Generell sollte die Platine erst vollständig ausgebaut und außerhalb des Gehäuses geprüft werden. Eine Sichtprüfung auf verschmorte Leiterbahnen etc. ist ebenfalls obligatorisch.

Wenn Sys-Check nicht läuft

… kann dies mehrere Gründe haben:

- CPU, ANTIC, GTIA, MMU oder andere, wichtige Bausteine sind defekt
- Die Spannungsversorgung ist instabil
- Kurzschlüsse
- Kontakte des PBI oder des ECI/Modulschachts (XE) sind verschmutzt oder oxydiert

Wenn die Platine dem Gehäuse entnommen wurde, sollte insbesondere beim XL der PBI gereinigt werden. Dazu am besten die Kontakte von beiden Seiten der Hauptplatine (!) mit einem Radiergummi ordentlich abrubbeln, bis diese wieder ordentlich blank sind. Anschließend die Radiergummi-Reste mit einem trockenen Tuch entfernen.

Wenn an den Kontakten des PBI herumgelötet wurde, so sind die entsprechenden Kontakte zu reinigen und das Lötzinn mit einer Entlötpumpe oder Lötlitze zu entfernen. Wichtig ist hier, daß alle Kontakte die gleiche „Höhe“ haben, damit die Kontakte der Buchse von Sys-Check eine sichere Verbindung haben.

Beim XE bietet sich das Reinigen mit Druckluft, Staubsauger etc. an. Sieht deutliche Belagspuren auf den Kontaktzungen erkennbar, diese am besten mit einer Nagelfeile o.ä. vorsichtig wegschmirgeln. Auch gefaltetes Schmirgelpapier (nicht zu grob) kann gute Dienste bringen.

Tipps zur Fehlersuche

Es kann sein, daß Sys-Check keinen Speicherfehler findet, aber defektes OS-ROM anzeigt. Oder der Speichertest von $0000-$BFFF einwandfrei durchläuft, dann aber massive Fehler ab $C000 anzeigt.
Wenn in diesem Fall der Fehler nach Austausch des OS-ROMs trotzdem noch besteht, kann ebenso eine defekte PIA der Grund sein. Beim XL/XE ist es so, daß das Betriebssystem beim Rechnerstart immer kurz den Selbsttest aktiviert und dort eine Routine startet. Gelingt dies nicht, hängt der Rechner, obwohl es keinen Speicherfehler gibt. Für das Aktivieren des Selbsttests muß Portbit 7 der PIA auf Low (0) gesetzt werden, bei einer defekten PIA geht dies oft nicht. Das System hängt. Wenn ein solches Fehlerbild vorliegt, kann man das OS-ROM (welches vermutlich nun bereits gesockelt wurde) mit einem OLD-OS (400/800er Betriebssystem) bestücken, dieses funktioniert dann auch ohne Portbit 7 einwandfrei, ergo, man erhält ein Bild. Dann ist die Sache eindeutig: PIA defekt!

Beim XE und zufällig angezeigten Speicherfehlern oder massiv vielen Fehlern kann man versuchen, die Bänke zu tauschen (nur beim Atari 130 XE). Dazu einfach die beiden 33 Ohm Widerstände, die sich auf gleicher Höhe links von der MMU (einziger 20 poliger Chip im Atari) befinden, kreuzen, so daß die Verbindungen über Kreuz stattfinden. Hiermit werden die beiden Bänke gegeneinander vertauscht (also Hauptspeicher-Bank und Zusatzspeicher-Bank). Oft funktioniert die jeweils andere Bank einwandfrei, so daß man die Fehlerquelle weiter eingrenzen kann.

Wenn Sys-Check Fehler findet, also in den „MEMORY FAILURE“ Modus springt, aber keine Bits markiert werden, so bedeutet dies, daß keine Player-Missile-Grafik eingeschaltet werden kann. Dies kann eigentlich nur durch einen defekten GTIA und/oder ANTIC zustande kommen. Während meiner tagelangen Tests an über 20 Platinen der Atari XL und XE Serie ist dies zweimal vorgekommen. Allerdings war es dann nach Ausschalten und wieder Einschalten „weg“, d.h. die Fehler wurden eindeutig angezeigt. Im Zweifelsfalle also Rechner ausschalten, kurz warten, wieder einschalten.

Kleine Seiteninfo: Ich habe Sys-Check auf allen möglichen XL- und XE Platinen mit echten Defekten geprüft, also nicht nur einfach ein DRAM Baustein entnommen, sondern die bei meinen Reparaturen gesammelten, defekten DRAMs zum Test eingesetzt…

Was kommt noch?

Sys-Check bietet noch viele Erweiterungsmöglichkeiten, die ich nach und nach implementieren werde. Leider reichte die Zeit nicht mehr aus, um Schmankerl einzubauen. Aber mein Ziel soll es sein, alle Tests, die das C.P.S. SALT Testmodul von Atari bietet, nachzubauen. Ein paar der kommenden Features:

- Test von Joystickports
- Test von Erweiterungsspeichern
- Test auf GTIA Fehler
- uvm.

Obduktion von Sys-Check

Sys-Check ist mit Absicht einfach und leicht zu Löten aufgebaut. Die Platine verwendet keine SMD Bauteile und alle Bauteile sind mit großem Abstand zueinander so montiert, daß auch nicht sehr erfahrene Lötcracks damit klar kommen sollten, ihren Sys-Check zu bestücken.

Es gibt folgende Komponenten auf der Platine von Sys-Check:

SRAM 32 KByte:
Hiervon sind zwei Stück verbaut. Das Design ist so gestaltet, daß die normale, breite Version (600 mil oder 15,24 mm) eingesetzt werden kann oder die schmale, 300 mil Version, wie man sie oft als „Cache-RAMs“ auf alten PC Mainboards findet. Die beiden SRAMs bieten zusammen 64 KByte Hautpspeicher – als externen Ersatz

EPROM 27128 oder 27256:
In diesem EPROM befindet sich die Steuersoftware von Sys-Check. Diese wird, wie ein Atari-Betriebssystem, im Bereich von $C000-$CFFF und $D800-$FFFF eingeblendet. Der ROM-Bereich von $D000-$D7FF wird bei aktiviertem Portbit 7 nach $5000-$57FF gespiegelt. Wenn ein 27256 EPROM genutzt wird, muß die Sys-Check Firmware in den hinteren 16 KByte ($4000-$7FFF) des EPROMs gebrannt werden!

74LS123:
Wird zusammen mit einem R/C Glied zur Erzeugung eines verkürzten PHI2 Signales verwendet. Dieses ist erforderlich, um stabiles Schreiben auf die SRAMs zu ermöglichen, insbesondere beim XE.

74LS74:
Dieser Baustein wird als Latch (Zwischenspeicher) für PB0 (schaltet beim XL/XE zwischen OS-ROM und Speicher „unter dem OS“ um) und PB7 (schaltet Selbsttest ein/aus) verwendet. Dazu werden Schreibzugriffe auf $D301 „abgefangen“, damit ein Auslesen der PIA nicht nötig ist (außerdem könnte diese ja defekt sein…).

Linkes GAL 22V10 (Address Decoder):
Dieses GAL steuert ausschließlich die Zugriffe auf die Konfigurations-Adresse von Sys-Check und des Port B Registers der PIA ($D301). Es wird der komplette 16 Bit Adressbereich ausgewertet, so daß es keine Schatteneffekte gibt.

Rechtes GAL 22V10 (Main):
Das rechte GAL steuert die Hauptfunktionen von Sys-Check, erzeugt die nötigen Signale für die beiden SRAMs und das Firmware-EPROM sowie die Umschaltung (weiter unten mehr).

Funktionsweise von Sys-Check

Die technisch versierten Atarianer können in die Quelltexte der GALs und den Schaltplan schauen, daher werde ich hier nur einen groben Abriß über die Funktionsweise von Sys-Check geben.

Im Normalzustand (Siehe Erklärung der DIP-Schalter) übernimmt Sys-Check mit Ausnahme des Hardware-Bereiches von $D000-$D7FF den gesamten Adressraum des Atari. Die beiden SRAMs werden anstelle des normalen RAMs von $0000-$FFFF eingeblendet, das Firmware-EPROM anstelle des normalen OS-ROMs von $C000-$FFFF. Dazu wird von der Logik im „Main“ GAL die Refresh-Leitung jeweils auf Low gezogen, um die Kontrolle über den Rechner zu erhalten. Diese Technik wurde von B. Engl mit dem TurboFreezer eingeführt und wird heute von verschiedenen Erweiterungen genutzt.

Die Firmware von Sys-Check ist so programmiert, daß sie vollständig im ROM ohne ein Byte Speicher ablaufen kann. Daher sind auch die grafischen Elemente etc. kurz gehalten, weil jede Änderung auf dem Bildschirm bedeutet, eine neue im ROM abgelegte Display-List (die Display List bestimmt, was auf dem Bild zu sehen ist) darzustellen. Da bei defekten RAM auch kein Stack zur Verfügung steht, kann kein RAM zur dynamischen Anpassung beim Start verwendet werden (dies der Grund, warum der Selbsttest sich bei „richtig“ defekten RAMs nicht meldet…).

Ist der erste Block ($0000-$07FF) als fehlerfrei erkannt worden, wird ein kleiner Teil in das RAM ausgelagert, um Speicherplatz im Firmware-ROM zu sparen.

Es wird nun während des Testens zwischen normalem RAM und dem SRAM auf der Sys-Check Platine umgeschaltet. Ebenfalls wird dies mit dem OS-ROM gemacht, dazu kopiert die Firmware eine kleine Routine in das RAM, schaltet auf das interne OS um, berechnet die Prüfsumme und schaltet zurück. Dieses wird durch eine neu geschaffene I/O Adresse $D406 erreicht. Diese Adresse im Bereich des ANTIC ist als nicht belegt definiert und wird von Sys-Check zur Umschaltung verwendet. Anbei die Bedeutung der Bits:

Bit 0: Wenn 0, dann ist das RAM auf der Sys-Check Platine aktiv. Wenn 1, dann das RAM im XL/XE
Bit 1: Wenn 0, dann ist das ROM von Sys-Check aktiv. Wenn 1, dann das Betriebssystem im XL/XE
Bit 2: Adressleitung A14 zum Firmware-ROM (negiert - siehe unten)
Bits 3…7: ohne Funktion

Die Firmware von Sys-Check passt zur Zeit in 16 KByte. Es wird also nur ein 27128er EPROM benötigt. Für künftige Erweiterungen habe ich die Verwendung eines 27256er EPROMs (32 KByte) vorgesehen. Um ohne Änderungen an Sys-Check diese künftigen Features nutzen zu können, wurde hier die Voraussetzung für das Bankswitching geschaffen.

Die Adressleitung A14 zum Firmware-EPROM ist per Default 1, wenn eine 0 an Bit 2 des Konfigurationsregisters geschrieben wurde. Die Bedeutung dieses Bits ist also negiert. Der Hintergrund ist einfach:

- Sowohl das XL/XE Betriebssystem wie auch Sys-Check nullen den I/O Bereich nach RESET
- Diverse Typen des XL Original ROMs erwarten als 2. Chip-Select-Signal ein „HIGH“ an A14

Letzteres ist etwas verwirrend. Bei einem 27128er EPROM ist Pin 27 („A14“ bei größeren EPROMs) entweder unbelegt oder wird nur zur Programmierung benötigt. Bei allen XL/XE Platinen wird Pin 27 zusammen mit Pin 1 und Pin 28 auf +5 Volt gelegt. Einige (nicht alle) der Original ROM Bausteine mit dem XL/XE Betriebssystem verwenden Pin 27 als zweites Chip-Select-Signal. Hier muß zwangsweise logisch „1“ anliegen, ansonsten gibt das ROM keine Daten aus.

Damit man optional auch ein Original XL/XE Betriebssystem ROM auf Sys-Check verwenden kann, habe ich die Ausgabe der Leitung A14 zum Firmware-ROM negiert, damit es keine Probleme beim Ausnullen des I/O Bereiches gibt und Sys-Check damit größtmöglich transparent ist.

Einstellmöglichkeiten mit den DIP-Schaltern

Auf der Platine von Sys-Check sind zwei DIP-Schalter montiert. Diese befinden sich mittig rechts auf der Platine. In der Normalstellung sind beide auf „OFF“, d.h. zeigen nach rechts. In dieser Stellung wird Sys-Check gemäß dieser Dokumentation normal verwendet.

Der obere DIP-Schalter (gemeint ist der, der näher am PBI Anschluß ist) schaltet in der „ON“ Stellung (links) das Firmware-EPROM von Sys-Check komplett aus. Auf diese Weise (oberer DIP-Schalter auf „ON“, unterer DIP-Schalter (zeigt zum XE Anschluß) auf „OFF“) wird das eingebaute OS-ROM mit dem externen RAM verwendet. Man kann so einen ATARI mit defekten Speichern normal benutzen, mit einer Ausnahme: Das eingebaute Atari BASIC ist stets abgeschaltet und Module dürfen auch keine gesteckt sein. Alles andere funktioniert, inkl. Speicher unter dem OS (Turbo Basic XL funktioniert z.B. einwandfrei).

Befinden sich beide DIP-Schalter in der „ON“ Stellung, ist Sys-Check vollständig deaktiviert. RAM und ROM des Rechners werden verwendet und auch Module sowie ATARI-Basic funktioniert. Diese Stellung ist also nur interessant, wenn man Tests am Sys-Check durchführt und die Platine nicht ständig abziehen und erneut einstecken will.

Die letzte Möglichkeit (oberer DIP-Schalter auf „OFF“, der untere auf „ON“) kann verwendet werden, um mal schnell ein anderes OS-ROM mit dem Rechner zu testen. Einfach beliebiges 16 KByte OS-ROM oder EPROM auf Sys-Check einsetzen und den Rechner damit starten. Nun wird nicht das interne OS-ROM verwendet, sondern jenes, welches auf der Sys-Check Platine eingesetzt wurde.

--- Ende ---

Grüße, Jürgen
Benutzeravatar
tfhh
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 1742
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon dl7ukk » Mo 1. Sep 2014, 11:11

Anerkennung Jürgen!
Das hört sich sehr gut an.
Disclaimer:
Das ist meine unerhebliche, unüberlegte, unwichtige und ungebildete Meinung,
ich gehe schon jetzt in mich und denke darüber nach, ob ich nicht falsch liege.
Benutzeravatar
dl7ukk
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 2467
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Mathy » Mo 1. Sep 2014, 16:20

Hallo Leute

Sieht nicht schlecht aus. Sieben Anmeldungen für den Hardware Wettbewerb, bis jetzt also eins mehr als beim Software Wettbewerb. Seit wann sind denn Nummer 3 bis 7 in der Liste? Es kommt mir so vor, als hätte ich etwas verpasst.

(Wann) gibt's mehr Info's zu 3, 4, 6 und 7?

@Sleepy: Wirst Du die Liste auf auch AtariAge veröffentlichen?

Tschüß

Mathy
Benutzeravatar
Mathy
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 3919
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Heerlen, NL

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Sleepy » Mo 1. Sep 2014, 17:59

Tja, Mathy, da hast Du anscheinend nicht oft genug vorbeigeschaut. :mrgreen:

Die letzten Beiträge kamen allerdings auch in relativ kurzem Abstand bei mir an.

Die eingereichten Beschreibungen werden natürlich im Magazin abgedruckt. Wenn die Teilnehmer hier keine weiteren Info´s einstellen werde ich abgegebenen Beschreibungen hier noch einfügen.

Die Teilnehmer werde ich auf AA auch noch einpflegen; wobei ich die deutschsprachigen Anleitungen nicht in´s englische übersetzen kann.

Sleeπ
Benutzeravatar
Sleepy
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 6468
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Köln

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Mathy » Mo 1. Sep 2014, 19:27

Hallo Marc

Kürzeren Sachen könnte ich übersetzen.

Tschüß

Mathy
Benutzeravatar
Mathy
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 3919
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Heerlen, NL

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon mega-hz » Mo 1. Sep 2014, 19:44

erstmal Daumen hoch für die bereits vorgestellten Projekte!!!

Na dann will ich auch mal loslegen... aber unter Hardware...

Gruß,
Wolfram.
Geht nicht, gibts nicht!
8D Ax D5 = EA EA EA
Benutzeravatar
mega-hz
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 1998
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Schwaförden, nähe Sulingen

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Sleepy » Mo 1. Sep 2014, 19:57

Hier die Beschreibung der MegaSpeedy:

Die Mega Speedy

...ist eine universelle Floppy Erweiterung. Sie ersetzt die bekanntesten Floppy Speeder, hat einen "original 1050" Modus und den neuen "Mega Speedy" Modus mit 32k ROM und 448k RAM.

Selbstverständlich werden alle Features der bestehenden Floppy Speeder unterstützt, zB Trackanzeige und Summer bei der Speedy, Centronics Interface und Drehzahlumschaltung der 1050 Turbo und anderer Spezialfunktionen des emulierten Speeders.

Für jeden der Modi stehen jeweils 4 ROM Slots zur Verfügung, zB für die Varianten "Speedy mit BiboDos" / "Speedy mit HSS Copy" etc, die mit dem integrierten Flasher einfach geändert werden können. Der Flasher kann auch ein Floppy ROM ins RAM der Mega Speedy hochladen und aktivieren, somit können Eigenentwicklungen sehr schnell und einfach getestet werden.

Die Auswahl des Speeder Modus und ROM Slots erfolgt einfach und komfortabel mittels des Displays, eines digitalen Drehknopfes sowie je nach Wunsch ein oder zwei Kippschaltern:

Nach dem Einschalten sowie nach dem Drücken des Reset Tasters ist die Mega Speedy im Konfigurations Modus. Die aktuell gespeicherte Konfiguration wird am Display angezeigt und automatisch nach 3 Sekunden aktiviert.

Mittels der Kippschalter kann zwischen bis zu 4 User Presets umgeschaltet werden (zB "original 1050", "1050 Turbo", "Speedy" etc).

Mit dem digitalen Drehknopf kann die Konfiguration geändert werden.

Am Display wird dazu an der 1. Stelle der Modus angezeigt und an der 2. Stelle die jeweilige ROM Slot Nummer (1-4).

Durch Druck auf den Drehknopf wird die ausgewählte Konfiguration in dem durch die Schalter ausgewählten Preset gespeichert und aktiviert. Wartet man ca 5 Sekunden ohne den Drehknopf zu drücken wird die Konfiguration nur aktiviert, das Preset aber nicht gespeichert.

Folgende Modi stehen zur Verfügung (in Klammer jeweils der Buchstabe der dazu am Display angezeigt wird):

- Speedy ("y"): original Speedy Modus mit Track Anzeige und Summer
- Super Speedy ("S"): Super Speedy mit 192k und Super Copy
- Mega Speedy ("E"): neuer Speedy Modus mit 32k ROM und 448k RAM
- original 1050 ("o")
- 1050 Turbo ("t") inklusive Drehzahlumschaltung und Centronics Interface

- Flasher ("FL"): integrierter Flasher, bei offenem Laufwerkshebel wird der Flasher direkt aus der Mega Speedy gebootet.

Im Speicher ist noch Platz für weitere Speeder. Die SuperSpeedy unterstützt, neben den oben genannten ab Werk programmierten Speedern, folgende Typen:

- Happy ("H") inklusive Track Anzeige (je nach verwendetem ROM)
- US-Doubler ("U")
- Super Archiver ("A") inklusive Drehzahlumschaltung und Erzeugung von Fuzzy / Weak Sectors
- 1050 Duplicator ("d")
- SuperMax ("u")

Der User muss mit Hilfe eines eingebauten Menüs die ROM-Dateien selber aufspielen und im Besitz der entsprechenden Erweiterung sein. Die emulierte Erweiterung ansich ist zum Betrieb der SuperSpeedy natürlich nicht nötig.


Je nach persönlicher Vorliebe können folgende Varianten für den User Preset Schalter verbaut werden:

- keine Schalter: 1 User Preset
- 1 Schalter 1xUM: Wahl zwischen 2 Presets
- 1 Kippschalter 1xUM mit neutraler Mittelstellung: 3 Presets
- 2 Schalter 1xUM: 4 Presets

Guus Assmann (guus) / Matthias Reichl (Hias)

Prototyp:
Platine.JPG
Platine.JPG (388.94 KiB) 11660-mal betrachtet


Prototyp in 1050:
megaspeedy-in-1050_1024.jpg
megaspeedy-in-1050_1024.jpg (350.88 KiB) 11657-mal betrachtet


Laufwerk mit eingebauter SuperSpeedy. Der Schalter über dem Drehknopf rechts gehört nicht zur SuperSpeedy. Der Drehknopf (Inkrementalgeber mit Druckfunktion) ersetzt den Hex-Drehschalter des Prototypen und ermöglicht die bequeme Auswahl des Speeders.
Drive.JPG
Drive.JPG (392.07 KiB) 11660-mal betrachtet
Benutzeravatar
Sleepy
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 6468
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Köln

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Sleepy » Mo 1. Sep 2014, 20:07

Multijoy Hub

General description

Multijoy Hub connects two Multijoy4 or Multijoy8 adaptors together for playing Multijoy games which support more than 4/8 players.

Usage

Connect Multijoy Hub to your Atari computer. Attach two Multijoys to the hub. Players 1-4 / 1-8 (depend if you use Multijoys 4 or 8) are accessible on the ports of Multijoy 1, Players 5-8 / 9-16 on the ports of Multijoy 2. Select the Multijoy4 or Multijoy 8 mode with the switch. Fire up you favorite Multijoy game and play.

How it works

The original Multijoy interface uses 74LS138 1-of-8 decoder for accessing up to 8 joysticks. Controler selection takes 3 bits from the joystick port. The 4th bit is connected to the Enable pins of the decoder and could be used for Multijoys' selection. It is done together with Multijoy type settings by two 7486 XOR gates and two invertors 7404.
It is possible to use Multijoy Test program MJTESTER.COM from Flop number 50 for testing the functionality.

Documentation package

The package consists of the bill of material, schematics and PCB plan in Eagle 6.5. There is also a pack with gerber files for Seeed Studio.

Conclusion

The Multijoy Hub was successfully used during the Fujiama party. We played Shot'em All and Cervi 2 in 12 players.

Jan Křupka
Dateianhänge
MultijoyHub1.JPG
(297.43 KiB) Noch nie heruntergeladen
Benutzeravatar
Sleepy
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 6468
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Köln

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Sleepy » Mo 1. Sep 2014, 20:27

CXB14 Gehäuse für Erweiterungen der ATARI® XL - Serie

© 2014 -2- Ch. Krüger

Einleitung

Man kennt das Problem: Eine Erweiterung für die Atari XL-Serie benötigt eine Schnittstelle, Anzeige oder Schalter. Wie bringt man diese jedoch ohne größere Veränderungen oder gar Beschädigungen im Originalgehäuse unter?
Hier setzt das CXB14 an: Es ermöglicht die Aufnahme verschiedener Komponenten und bietet sogar Platz für kleine Erweiterungen (z.B. „SDrive“), die sonst in externen Kästchen am Rechner hängen würden.
Das CXB14 sieht keine speziellen Schnittstellen vor, sondern dient als „Opfergehäuse“, um die Originalhardware zu schonen. Löcher für Schalter etc. müssen folglich selbst gebohrt oder „geplant“ werden: Die CAD-Bauunterlagen für einen selbstbeauftragten ggf. modifizierten 3D-Druck des Gehäuses stehen dem ABBUC mit dem Hardwarewettbewerb für eine Veröffentlichung zur Verfügung.
Die Entwicklung des CXB14 fand unter Berücksichtigung folgender Hauptanforderungen statt:

• (De-) Installation ohne Veränderungen oder Öffnen des Originalgehäuses
• sowohl 600XL wie auch 800XL werden als Trägerplattform unterstützt
• Design im Stil dieser Rechner
• Abmaße mit vertretbaren Produktionskosten (Arbeitsbereich gängiger 3D-Drucker)

Um Anschlüsse von internen Erweiterungen nach draußen zu führen, wird der Modulsteckplatz genutzt.
Die Öffnung bietet genug Platz für die Durchleitung verschiedenster Signale. Da Module mechanisch mit diesen Leitungen kollidieren würden, wird der Steckplatz zur Oberseite des CXB14 durchgeschliffen. Eine Klappe soll - ähnlich wie beim Original - das Eindringen von Staub verhindern.
Bis auf die Weiterleitung der Modulschachtsignale gibt es keine weiteren Vorgaben für das (auch elektrische) Innenleben des CXB14. Ein mitgeliefertes, exemplarisches Layout einer Platine erläutert Dimensionen und unterstützt lediglich den Modulsteckplatz. Dabei erlaubt die Höhe des CXB14 auch die Unterbringung von
Tochterkarten rechts und links des Modulschachts.
Beispiele für Signale, die von der XL Hauptplatine durch den Modulschacht und das CXB14 zugänglich gemacht werden könnten, sind SIO, (Stereo-)Audio-Ausgang, Joystick-Ports, Tastatursignale für F1-F4 oder auch der Videoausgang des VBXEs.

Viel Spaß beim Erweitern

Installation

Vor der Installation des CXB14 sind die beiden Aluminium-Cartridge-Klappen des XL-Computers zum Schutz vor Kratzern mit Klebeband abzukleben. Alternativ können diese auch zerstörungsfrei durch Öffnen des Rechners deinstalliert werden - was sich besonders bei einer längeren Nutzung anbietet und den Gebrauch der
Erweiterung etwas vereinfacht. Signale aus dem Computer sollten nicht fest mit dem CXB14 verbunden/verlötet sein, sondern über abziehbare Steckverbinder hergestellt werden. Diese sind nun an die eigenen im CXB14 angebrachten „Ports“ anzuschließen.
Jetzt wird das CXB14 in den Cartridgeslot gesteckt. Die zwei Metallzungen müssen dabei rechts und links in die Öffnung greifen und sichern das CXB14 gegen Verrutschen nach vorne und hinten. Die Überstände an den Seiten der Zungen schnappen unterhalb der Rechnergehäuseschale ein. Sie sollen das versehentliche Abziehen der Erweiterung beim Entfernen eines Modul aus dem CXB14 verhindern. (Anmerkung: Diese Sicherung ist beim Prototypen zu Testzwecken bewusst locker ausgelegt und kann ihre Aufgabe nicht gänzlich erfüllen! Bitte beim Entnehmen eines Moduls aus dem CXB14 gegenhalten!)

Bedienung

Das einzige vorgefertigte Bedienelement des CXB14 ist der Öffnungsknopf für die Staubschutzklappe des
Modulslots. Wird dieser nach hinten „getippt“, springt der Staubschutz ein Stück auf, der nun manuell
vollständig geöffnet werden kann um den durchgeschliffenen Modulsteckplatz freizugeben.
Nach der Verwendung wird die Klappe einfach wieder geschlossen: Sie rastet in ihrer Zielposition ein.

Deinstallation

Für Wartungs- bzw. Umbauarbeiten oder Transport kann das CXB14 rückstandsfrei entfernt werden. Mithilfe der rückseitigen, runden Öffnungen kann ein dort eingeführter kleiner Schraubendreher die Arretierungsklammern lösen und das Gehäuse abzuziehen. Falls auf einen Ausbau der originalen Modulschachtklappen verzichtet wurde, ist darauf zu achten, dass die Cartridgeplatine sich nicht zwischen den Klappen verklemmt. (Dieses gilt insbesondere für den Prototyp, da hier keine gedruckte Schaltung vorliegt und Unebenheiten ein einfaches Entfernen verhindern. Bitte mit einem Stift o.ä. die Klappen während des Abziehvorgangs auseinanderhalten!)

Die bei der Installation erwähnten Signalsteckverbinder können anschließend getrennt werden.

Aufbau

Das CXB14 besteht aus folgenden Teilen - in Klammern die Bezugsangabe für den Prototyp:

• Gehäuseschale, 3D-Druck, Material vorzugsweise ABS (Auftragsfertigung „trinckle 3D GmbH“)
• Modulklappe, 3D-Druck, Material vorzugsweise PLA (biegsam, Details) („trinckle“)
• Öffnungsknopf, 3D-Druck, Material vorzugsweise PLA („trinckle“)
• Hauptplatine für Cartridgeslot (ein einfacher Lochstreifenplatinenrest)
• Print-Slotkartenverbinder 2x15 (gekürzter, ausgelöteter ISA-Slot eines alten Mainboards)
• Cartridgeverbindungsplatine (auf Basis von Experimentierkarte 521250, „Conrad“)
• 4 x M3 Senkkopfschrauben, Muttern, Unterlegscheiben (Baumarkt)
• ein 30 mm breiter Streifen Federstahl, Stärke 0.1 für Klammern und Öffnerfeder („ebay“)
• ein Gummiband für den Klappenaufzug (Mamas Haushaltsfach)
• ggf. Lack, Aluklebeband, Transferfolie etc. zum Aufhübschen des Gehäuses

Zu den 3D-Druckausgangsdaten:

Erstellt wurden diese mit dem kostenlosen „Trimble-Sketchup Make“ (vormals „Google-SketchUp“). Eine Anpassung des Modells an eigene Bedürfnisse ist folglich ohne weitere Kosten möglich. Um zu einem Dateiformat zu gelangen, welches von gängigen 3D-Druckern oder Auftragsfertigern unterstützt wird, muss die Vorlage im „DAE“-Format („Collada“) exportiert werden. Dieses kann man anschließend im ebenfalls kostenlosen „MeshLab“ einladen und in ein „STL“ konvertieren.
Als finalen Schritt sollte man Probleme mit dem Modell in „netfabb“ analysieren lassen und ggf. (automatisch) beheben. Im Internet gibt es einige Anleitungen und Tutorials die den Vorgang beschreiben und ich stehe im Abbuc Forum für Fragen zur Verfügung.
Bitte beachten sie unbedingt die Maßangaben aller Programme und auch bei der Fertigung! Da keine Bezugsbasis in den Daten enthalten ist, muss zwischen metrischen und „imperial“ Maßen selbst umgeschaltet werden! Die lange Seite des Gehäuses ist 150 mm groß ...

Zu den Platinen:

Selbstverständlich können diese ebenfalls geätzt/gefertigt werden und müssen nicht in mühsam wie beim Prototypen in Eigenregie entstehen. Vorlagen im „Eagle 6.5“ - Format sind im Projekt enthalten. Es bietet sich an, die Trägerplatine den eigenen Vorstellungen und Schnittstellenbedürfnissen anzupassen, so dass die aus
dem Rechner geführten Portstecker hier ihr Ziel finden.

Zu den Blechen:

Hier sind DXF-Zeichnungen hinterlegt, die Maße und Form wiedergeben. Allerdings sind auch Varianten vorstellbar, die ohne die Federbleche auskommen und die Klemmen in das 3D-Druckmodell integrieren. (Siehe auch „Ausblick“)

Der Zusammenbau:

• die zwei Platinen und die Buchse (2x15) werden miteinander verlötet
• die Klappe wird leicht gebogen und dann in die Halterungslöcher des Gehäuses gesetzt
• ein längeres Gummiband wird in eine Öse der Klappe, dann durch zwei Öffnungen des Gehäuses und wieder in eine Öse der Klappe gefädelt
• der Öffnungsknopf wird mit Druck von oben in das Gehäuse gesetzt
• platzieren der Feder für den Knopf (siehe Foto)
• Verschrauben der Platine mit dem Gehäuse und der Haltefedern

Der Prototyp

Mit dem in den Hardwarewettbewerb entsandten Prototyp wurden einige Experimente und mechanische Modifikationen durchgeführt. Er weißt daher leider inzwischen auch einige optische Mängel auf, die bei einer erneuten Produktion mit dem aktuellen Modell nicht vorhanden wären.
Anhand des Prototypen wurden die Modelldaten z.B. im Bereich der Klappe (Ösen, Kantenführung) verbessert. Auch die Position der Befestigungslöcher ist nachträglich geändert worden. Die vier Zylinder an der „Decke“ des Protyps sind so nicht mehr im Modell enthalten, da der neue Ort Vorteile für das Raumangebot und den mechanischen Aufbau bietet.

Ausblick

Eine weitere Entwicklung des CXB - Konzeptes ist nicht nur vorstellbar, sondern in Planung. Neben einer größeren Variante für 800XL Rechner, ist besonders die Unterbringung einer Mutterplatine mit z.B. 2x3 Mini-Steckplätzen interessant. Die Steckplätze würden einen Satz von „Standard-Signalen“, die in das CXB hineinliefen, kleinen Erweiterungsplatinen (z.B. spezielle Versionen des „SDrive“ oder „CMI08“) zur Verfügung stellen. Vereinfachte Installation und kompakteres Aussehen wäre ein Ergebnis einer solchen Lösung. Die Mutterplatine könnte dabei auch eine häufig benötigte 3.3V Versorgung für Tochterplatinen bereitstellen - was den Aufwand für passende Erweiterungen weiter verringern würde.

Anregungen und Verbesserungswünsche sind willkommen!

600XLwithModule.gif
(1.24 MiB) Noch nie heruntergeladen

800XL.gif
(564.61 KiB) Noch nie heruntergeladen

CXB14All.png
(46.17 KiB) Noch nie heruntergeladen
Benutzeravatar
Sleepy
Night&Day Poster
Night&Day Poster
 
Beiträge: 6468
Registriert: Do 1. Jan 1970, 01:00
Wohnort: Köln

Re: Hardwarewettbewerb 2014

Beitragvon Montezuma » Di 2. Sep 2014, 15:28

Hallo Zusammen,
ich habe ein neues Thema für SIO2BT Projekt gestartet:
viewtopic.php?f=15&t=8132
Ich freue mich schon auf die JHV und auf die Vorstellung der anderen Projekten :goteam:
Benutzeravatar
Montezuma
Star Poster
Star Poster
 
Beiträge: 702
Registriert: Do 6. Mai 2010, 08:51

Nächste

Zurück zu Hardware



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron